Exot vorgestellt: Die chilenische Guave

In diesem Beitrag geht es um eine Leidenschaft von mir. Eine Pflanze, die bei uns ziemlich unbekannt aber umso leckerer ist. Die Rede ist von der “ugni molinae” auch als chilenische Guave bekannt. Diese stammt aus der Familie der Myrtengewächse, wie man unschwer an ihren Blättern erkennen kann.

Was diese Pflanze so besonders macht und ihr gleichzeitig den Namen “Guave” gibt, sind die Früchte. Diese haben botanisch gesehen nichts mit einer echten Guave zu tun. Aber ihr Geschmack erinnert sehr stark an die beliebte Frucht, die bei uns leider nicht winterhart ist.

Ganz im Gegensatz zu der “Ugni”, denn diese ist weitestgehend winterhart. Jedenfalls im Ruhrgebiet und in Teilen Englands, wo sie erfolgreich angebaut wird. Das hängt nämlich damit zusammen, dass Königin Viktoria total auf diese Früchte abgefahren ist (sie hat es mit Sicherheit anders ausgedrückt) und den Anbau befohlen hatte. Höhenlagen mit strengen Wintern könnte die Pflanze eventuell jedoch nicht überstehen. Hier ist ein Schutz ratsam. Laut unserem Lieferanten, verträgt die “Ugni” bis zu -12 Grad. Das hängt natürlich auch immer vom Wind und der Dauer der tiefen Temperaturen ab.

Die “Ugni” ist ein Strauch, der zwischen einem und zwei Metern hoch wird. Dabei ist er immergrün, auch im Winter. Wir hatten ihn bisher im Kübel stehen, um ihn im Fall von strengen Frösten reinzustellen. Das ist jedoch bei uns unnötig, weswegen wir ihn dieses Jahr auspflanzen werden. Er kommt mit ganz normalem Gartenboden zurecht, sollte möglichst sonnig stehen.

Reiche Ernte bei der chilenischen Guave … 🙂

Im Frühjahr blüht die Pflanze reichlich, jedoch relativ unscheinbar. Ich habe nur durch Zufall entdeckt, dass es im letzten Jahr endlich soweit war. Im Herbst (bei uns ab Anfang Oktober) waren die kleinen Früchte dann endlich reif. Leider hatten schon einige Tiere die Beeren für sich entdeckt, sodass ich von ursprünglich mehr als 20 Stück nur EINE bekommen habe. Sehr großzügig … grummel … 🙂

Die Verkostung war dann eine kleine Zeremonie. Ich kann voller Stolz sagen, dass sich das Warten gelohnt hat. Die Frucht schmeckt super lecker. Wie eine süße Walderdbeere, gemischt mit Guave. Ein wahrer Hochgenuss, das kann ich dir sagen!

Unsere Pflanze hat in den letzten zwei Jahren ihre Größe knapp vervierfacht, sodass ich hoffe, in diesem Jahr deutlich mehr ernten zu können. Auch habe ich erfolgreich Stecklinge von ihr machen können, die ebenfalls ausgepflanzt werden. Das ist bei Ugni Molinae leider nicht so einfach, da besonders die Sorte “Elite” nicht so einfach zu vermehren ist. Es hat einige Anläufe gebraucht und wir arbeiten noch an einer effektiveren Methode. Sobald diese Früchte trägt (Wortspiel :-)) werden wir einen entsprechenden Beitrag dazu verfassen.

Alternativ kann man die Samen aus den Beeren der selbstfruchtbaren Pflanze nehmen und aussäen. Hier wird es jedoch einige Jahre dauern, bis man Beeren ernten kann. Die Methode per Steckling ist da deutlich schneller.

Noch ein Tipp: Die Blätter sollen gut für einen Tee oder Eintopf geeignet sein. Das haben wir jedoch noch nicht ausprobiert, wird aber noch nachgeholt.


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Über Dennis

Mein Name ist Dennis, ich bin 37 Jahre alt und wohne zusammen mit meiner Frau Beth Eden in Herten. Das liegt mitten im Ruhrpott, weswegen wir uns auch für diesen Namen entschieden haben. Seit Januar 2018 sind meine Frau und ich mit dem "Gartenfieber" infiziert und verbringen jede freie Minute damit, unser Paradies zu erschaffen.

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