Makrofotografie mit dem Handy

Die Gartensaison geht wieder los und damit auch die Zeit der Dokumentation. Die Fotos für die Webseite, Facebook und Instagram mache ich ausschließlich mit dem Handy. Schnell stößt man bei den Bildern von Blüten oder Insekten an seine Grenzen. Die Bilder werden unscharf und somit unbrauchbar. Lange war ich auf der Suche nach einer Möglichkeit von Makrofotografie mit dem Handy.

Dabei war es mir wichtig, dass ich mir kein Handy für tausend Euro oder mehr kaufen muss. Auch war eine Kamera mit riesigem Objektiv bisher keine Option. Erstens kostet die in der Regel ebenfalls einen Haufen Kohle und zweitens hat man sie normalerweise nicht bei der Gartenarbeit direkt an seiner Seite. Das Handy hat man in der Regel fast immer dabei. Als ich dann von Linsen hörte, die man einfach auf das Handy klemmt und plötzlich super Fotos erschaffen können soll, war ich begeistert. Skeptisch aber begeistert.

Mein erster Versuch war ein sehr günstiges Objektivset von MEMTEQ 3 (*). Das Ergebnis war eine Katastrophe. Die Fotos wurden sogar schlechter als ohne dem Objektiv, weswegen ich es schnell zurückgesandt habe. Auch andere Objektive in der Preisklasse von bis zu 20 EUR sind schnell wieder an Amazon zurück gegangen, was mich sehr gestört hat. Lange habe ich dann auf diese Möglichkeit verzichtet.

Durch Zufall stieß ich auf eine “Handy-Fotografie”-Gruppe bei Facebook. Überrascht stellte ich fest, dass die Qualität der Bilder Lichtjahre von meinen entfernt war. Klar, manche hatten richtig teure Handys mit verbauten Macro-Objektiven aber zum Glück nicht alle. Durch Zufall stieß ich auf einen Inder, der faszinierende Fotos von Insekten machte. Als ich ihn fragte, welche Linse er verwende, hat er mir das netterweise gesagt.

Bärlauchblüten – Garten im Ruhrpott

Das möchte ich dir natürlich nicht vorenthalten: Es handelt sich um Linsen der Firma Apexel (*). Diese kann man auf Amazon für 30 bis 50 EUR kaufen. Nach weiterer, eigener Recherche stieß ich auf das Apexel HD-Objektiv mit 100mm Makroobjektiv (*). Die Rezensionen sahen super aus und ich konnte es kaum erwarten, bis es endlich da war.

Mein erstes, richtig erfolgreiches Bild mit meinem Xiaomi Mi 9 Lite und dem 100mm Objektiv war dieses hier:

Wollschweber im Makro

Durch Zufall habe ich das kleine Insekt an der Blattunterseite unserer Kirschpflaume entdeckt. Es war so freundlich, zu warten, bis ich das Objektiv geholt und gefühlt einhundert Fotos von ihm gemacht habe. Der kleine Wollschweber ist normalerweise blitzschnell unterwegs und ein so klares Foto zu bekommen, ist sehr schwer. Ich hatte das große Glück, dass er mich nicht beachtet hat. Ein Vorteil der Linse, denke ich, denn man muss nicht allzu nah ran, um die optimale Vergrößerung zu erreichen. Die Insekten nehmen einen bis dahin noch nicht als Bedrohung wahr.

Die Makrofotografie mit dem Handy hatte begonnen. Ständig lief ich im Garten herum und habe auf und unter den Blättern und in den Blüten nach möglichen “Opfern” gesucht. Es macht einen Heidenspaß und man bekommt Detaileindrücke, die einem ansonsten verwehrt sind.

Blüte eines Apfelbaums im Makrofokus

Natürlich erfordert es eine Menge Übung und Glück, schöne Fotos hinzubekommen. Wer ein Stativ zur Hand hat, wird vor allem bei den Blüten teilweise bessere Ergebnisse erzielen können. Ich denke, dass ich mir in Kürze eines davon zulegen werde. Wenn es schnell gehen muss, weil das Insekt wieder auf dem Sprung ist, macht es aber Sinn, lieber zehn oder zwanzig Mal abzudrücken, als sich nachher zu ärgern.

Spinne baut ihr Netz im Holunder

Mehr Fotos werde ich regelmäßig auf Facebook und Instagram hochladen. Es lohnt sich also definitiv, uns dort zu folgen. Abschließend kann ich sagen, dass sich die Investition von knapp 40 EUR für das Apexel HD-Objektiv 100mm (*) definitiv gelohnt hat. Die Makrofotografie mit dem Handy ist nun kein Traum mehr und ich freue mich schon auf den Sommer. Ab dann werden auch unsere Pflanzen wie die Inkagurke in einem neuen Licht erscheinen.

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Über Dennis

Mein Name ist Dennis, ich bin 37 Jahre alt und wohne zusammen mit meiner Frau Beth Eden in Herten. Das liegt mitten im Ruhrpott, weswegen wir uns auch für diesen Namen entschieden haben. Seit Januar 2018 sind meine Frau und ich mit dem "Gartenfieber" infiziert und verbringen jede freie Minute damit, unser Paradies zu erschaffen.

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