Heidelbeeren perfekt pflanzen

Kaum eine Beere ist so gesund und lecker, wie die Heidelbeeren. Kinder lieben sie ebenso wie Erwachsene, weswegen ein Anbau im eigenen (Nasch)Garten eigentlich immer ein Muss ist. Die auch Blaubeere genannte Frucht stammt aus den Wäldern Europas und / oder Nordamerikas (je nach Sorte) und hat daher besondere Anforderungen an den Boden.

Porridge mit Beeren

Auch Kulturheidelbeeren konnten diese Anforderung bisher nicht abschütteln. Wenn dir also ein Anbieter sagt, dass diese oder jene Heidelbeere im normalen Gartenboden wächst: vergiss es!

Das ist aber auch gar kein Problem, denn Heidelbeeren im eigenen Garten wachsen zu lassen, ist denkbar einfach. Wir haben uns für die definitiv einfachste Variante entschieden: die Kübelhaltung. Ich möchte dir gerne davon berichten und dich von den Vorteilen überzeugen. Wenn du deine Pflanzen lieber in den Boden – mit Erdaustausch! – bringen möchtest, funktioniert das auch mit meiner Methode. Dann brauchst du aber noch eine Abtrennung in Form von z.B. Teichfolie, damit die Nährstoffe nicht allzu schnell ausgewaschen werden.

Also: Was brauchen wir, um möglichst einfach UND günstig Heidelbeeren anzubauen?

Mörtelkübel (60L)
Rindenmulch (40 – 50L)
Heidelbeere (*)
Rhododendronerde (5-10L)

In den Mörtelkübel machst Du nun unten bitte ein paar Löcher rein, damit überschüssiges Wasser abfließen kann (gilt für alle Kübelpflanzen!). Dann wird der Kübel ordentlich mit Rindenmulch ausgefüllt. Wir lassen einzig einen Bereich frei, der ungefähr dem dreifachen Durchmesser des aktuellen Wurzelballen entspricht. Diesen kleiden wir nun mit Rhododendronerde aus, setzen die Pflanze hinein und füllen den Rest mit der Erde auf. Oben drauf wird dann noch etwas Rindenmulch gelegt. Fertig!

Warum ist diese Methode nun besser, als den 60L Kübel mit Rhododendronerde zu füllen? Zuerst: es ist deutlich günstiger. Rindenmulch kostet einfach weniger, als die teure Rhododendronerde. Wir haben zum Beispiel 17 Heidelbeeren, Tendenz steigend. Wenn wir alle in die teure Erde setzen müssten: herzlichen Glückwunsch. Ein weiterer Punkt ist, dass diese Erde sehr oft mit Torf versetzt ist. Das zerstört wertvolle Moore und das wollen wir einfach nicht.

Ein weiterer, großer Vorteil – neben den Kosten – ist, dass der Rindenmulch im Kübel (und natürlich auch im Boden) zersetzt wird. Nach und nach werden seine Nährstoffe frei und können von den Wurzeln der Pflanze aufgenommen werden. Man hat also einen „Extremlangzeitdünger“ im Kübel. Bis 50L Rindenmulch zersetzt sind, dauert es eine Weile.

Blaubeere im Kübel mit Rindenmulch

Die Kübel stellt man nun an eine möglichst sonnige Stelle im Garten, die ein wenig windgeschützt ist. Letzteres ist bei uns nicht der Fall, trotzdem wachsen sie gut. Die Empfehlung ist aber so, weswegen wir das lieber so weitergeben. Ein Frostschutz kann bei sehr kalten Gegenden notwendig sein. Bei uns im Ruhrgebiet, wo es im Schnitt maximal Minus 5 Grad wird, ist es nicht notwendig. Zumal sich die schwarzen Kübel ja auch schnell wieder erwärmen, sobald die Wintersonne scheint.

Die Heidelbeeren werden es dir in den folgenden Jahren mit einer gewaltigen Blütenpracht danken, so viel ist sicher.

Dünger

Wenn sich dann die Nährstoffe etwas reduzieren, kannst du anfangen, mit Kaffeesatz und Rhododendrondünger zu düngen. Einfach den Kaffeesatz sammeln, trocknen und dann eine ordentliche Handvoll in die Erde um die Pflanze einarbeiten (nicht mit schwerem Werkzeug, da Heidelbeeren Flachwurzler sind) sondern einfach mit der Hand. Schon steigt die Anzahl der Früchte wieder.

Habe ich zu viel versprochen? Kinderleicht, oder? Heidelbeeren sind einfach lecker, gesund und wachsen dank der Kübelmethode in jedem Garten oder Balkon. Es gibt ziemlich viele Sorten, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Welche anderen Pflanzen man nur einmal pflanzen muss und regelmäßig beernten kann, stellen wir in unserem Beitrag: Unendliche Ernte vor.

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Über Dennis

Mein Name ist Dennis, ich bin 37 Jahre alt und wohne zusammen mit meiner Frau Beth Eden in Herten. Das liegt mitten im Ruhrpott, weswegen wir uns auch für diesen Namen entschieden haben. Seit Januar 2018 sind meine Frau und ich mit dem "Gartenfieber" infiziert und verbringen jede freie Minute damit, unser Paradies zu erschaffen.

2 Kommentare

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