Tee selber anbauen (auch ohne Garten)

Viele von uns denken bei dem Begriff „Tee“ an einen exotischen Ort, wo Pflanzen wild wachsen und von Einheimischen beerntet werden. Die Blätter werden dann getrocknet und hierher verschifft. Das mag bei einigen Sorten noch immer der Fall sein, doch hat sich die Situation stark gewandelt. Tee selber anbauen ist aber gar nicht schwierig.

Heutzutage ist es sogar sehr einfach, seinen eigenen Tee selbst anzubauen. Dafür brauchst du nicht einmal einen Garten. Eine der häufigsten Teepflanzen hat jeder schon mal gehört: Pfefferminze. Wer kennt sie nicht!? Man findet sie neben Tee auch noch in Kaugummis und Saucen. Eine sehr einfach zu haltende und zu vermehrende Pflanze.

Unsere Favoriten sind:

Minze
Melisse
Verbene
Kamille

Jiaogulan

Daneben gibt es noch unzählige andere Pflanzen, die auch zum Aufbrühen von sehr gesundem Tee genutzt werden. Ein paar Beispiele: Süßkartoffelblätter, Brennnessel, Brombeere und Himbeere. Sie alle sind sehr gesund und haben den einen, anderen oder ganz viele Vorteile für unseren Körper. Wer näheres dazu wissen möchte, kann die Infos überall im Internet finden.

Ich selbst trinke eine Menge Tee. Bis vor kurzem habe ich dafür den aus dem Supermarkt gekauft. Das ist auch in Ordnung, jedoch ist es schwer, dort „ausgefallene Mischungen“ ohne Aromatisierung zu finden. Fast alle Tees werden inzwischen mit künstlichen Aromen versetzt. Auch ist nicht immer die Pflanze drin, die wir erwarten. So setzt sich beispielsweise Hagebuttentee zu einem Großteil aus Hibiskus zusammen. Letzterer ist um einiges günstiger und schmeckt identisch. Hat er aber dieselbe Wirkung? Ich glaube es nicht.

Seitdem ich angefangen habe, meinen Tee selbst zu brühen, schmecken mir diese aromatisierten Tees aus dem Supermarkt gar nicht mehr. Man schmeckt das Künstliche eindeutig heraus.

Was habe ich nun gemacht? Habe ich eine riesige Plantage im Garten angelegt, wo meine Frau von morgens bis abends Tee erntet? Nein, mit Nichten. Minzen, Melissen, Jiaogulan, Verbenen und Kamille lassen sich super im Topf halten. Diesen stellt man an ein helles Fenster (zu Hause oder im Büro) und kann jederzeit frische Blätter ernten.
Ich muss zugeben, dass man anfangs von den Arbeitskollegen und Chefs für bekloppt gehalten wird, wenn man die Schere zückt und seinen Tee im Büro erntet. Aber irgendwann gewöhnen sie sich dran, keine Sorge. Im Zweifel einfach ein Tässchen anbieten und jeder wird begeistert sein. Das verspreche ich euch! Auch dort kann man also Tee selber anbauen.

Es gibt so viele verschiedene und leckere Geschmacksrichtungen, die man allein aus den genannten Pflanzen machen kann, dass ihr jeden Tag in der Woche eine andere Geschmacksrichtung trinken könnt. Unsere persönlichen Favoriten sind: Apfelminze, Erdbeerminze, Zitronenmelisse, Zitronenverbene (noch stärker als Melisse), Orangenverbene, Algerische Minze und marokkanische Minze. Auch Kamille haben wir bereits erfolgreich angebaut.

Wenn man die Minzen nicht im Topf halten möchte, kann man sie auch in den Garten auspflanzen. Hier wachsen sie kräftiger und bringen mehr Blätter. Man muss aber beachten, dass Minzen sehr eroberungsfreudig sind. Sie breiten sich kräftig aus und wenn man nicht aufpasst, sitzen sie irgendwann im ganzen Gemüsebeet. Hier entweder mit Wurzelsperren arbeiten oder die Pflanzen regelmäßig teilen und an Freunde abgeben.

Selbst angebauten Tee haltbar machen

Wenn man die Pflanzen auspflanzt verlieren sie im Winter natürlich ihre Blätter. Um auch für diese Saison vorzubeugen, erntet ihr einfach die Blätter vor der Blüte. Hier ist der Wirkstoffanteil am Höchsten. Die Blätter dann auf ein Tuch legen und an der Luft trocknen lassen. Du kannst den Tee aber auch in Büscheln schneiden und kopfüber zum Trocknen aufhängen. Das klappt auch sehr gut.

Die getrockneten Blätter dann in ein Glas mit Deckel füllen. Das stellst du nun dunkel (Wichtig!) und kannst den ganzen Winter über deinen eigenen, fairtrade Tee trinken.

Hast du bereits Pflanzen für Tee genutzt? Welche waren es? Hast du Fragen, Tipps oder Anregungen? Dann lass uns doch bitte einen Kommentar da. Wir freuen uns darüber und antworten schnellstmöglich.


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Über Dennis

Mein Name ist Dennis, ich bin 37 Jahre alt und wohne zusammen mit meiner Frau Beth Eden in Herten. Das liegt mitten im Ruhrpott, weswegen wir uns auch für diesen Namen entschieden haben. Seit Januar 2018 sind meine Frau und ich mit dem "Gartenfieber" infiziert und verbringen jede freie Minute damit, unser Paradies zu erschaffen.

Ein Kommentar

  1. Pingback:Oca erfolgreich im Garten anbauen - Garten im Ruhrpott

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