Kräuter ernten und trocknen

Was gibt es besseres als Kräuter aus dem eigenen Garten? Kräuter ernten und trocknen ist für uns sehr wichtig, um auch in der kalten Jahreszeit von ihnen zu profitieren. Dazu haben wir die verschiedensten Kräuter in unserem Garten angebaut. Fast alle werden auch in der Küche verwendet. Nur manche vergessen wir rechtzeitig zu ernten, oder dass wir sie überhaupt haben. Ich will nicht sagen, dass es oft vorkommt, aber das eine oder andere Mal waren wir überrascht, was wir im Frühjahr dann draußen gefunden haben.

Besonders beliebt sind bei uns die sogenannten “Teekräuter“. Das sind in unserem Fall verschiedene Minze-Arten, Zitronenverbene, Jiaogulan, Zitronenmelisse und ein chinesischer Minzbusch. Letzteren haben wir aber z.B. die ganze Saison über vergessen einzupflanzen, weswegen eine Ernte jetzt nicht möglich ist. Das werden wir aber kurzfristig nachholen und dann berichten. Auch wenn sich dieser Artikel inhaltlich auf Tee-Kräuter bezieht kann man sämtliche Kräuter auf diese Weise trocknen. Wir machen das regelmäßig mit Rosmarin, Salbei, Thymian und anderen.

Getrocknete Kräuter im Glas

Ich liebe frischen Tee. Beinahe täglich nehme ich mir eine Thermoskanne mit zur Arbeit und habe auch dort getrocknete Blätter in einem Glas zum Tee machen. Das geht super einfach und man weiß genau, dass z.B. keinerlei chemische Pestizide eingesetzt worden sind. Auch ist die Ökobilanz perfekt, da keinerlei Transportwege zwischen der Produktion und dem Verbraucher entstanden sind. So kann man den Tee ganz ohne Schuldgefühle (falls man sowas wegen Tee hat) trinken.

Vorgehensweise zum Kräuter trocknen

Als erstes muss man natürlich die Kräuter ernten. Das geht bei Minze und Verbene am besten, wenn man die ganzen Stängel abschneidet. Am besten macht man dies vor der Blüte, da zu dem Zeitpunkt die Menge an ätherischen Ölen in der Pflanze am höchsten ist. Hat man den Zeitpunkt verpasst, weil z.B. ein Baby dazwischen kam, ist das aber auch kein Problem. Dann benutzt man einfach mehr Blätter und kommt zu einem fast ähnlichen Ergebnis.

Nun braucht man einen trockenen, möglichst luftigen Ort an dem man die Stängel aufhängen oder ausbreiten kann. Wer zum Beispiel einen Schuppen oder Dachboden hat, kann einfach ein Seil spannen und dann die Stängel in Bündeln zusammenbinden und an dem Seil kopfüber aufhängen. Auf die Weise trocknen sie am besten.

Wer diese Möglichkeit nicht hat (so wie wir) nimmt einfach die Zweige und legt sie breit gefächert aus und lässt sie in der Wohnung oder woanders trocknen. Wichtig ist, nicht in die Sonne legen, da das die guten Inhaltsstoffe langfristig zerstört. Also lieber dunkel, bzw. dunkler trocknen lassen.

Getrocknete Kräuter

Sobald die Blätter wie hier auf dem Foto aussehen, sind sie fertig. Dann schneiden wir sie von den Stängeln ab und lagern sie in alten (sauber ausgewaschenen) Marmeladengläsern mit Schraubverschluss. Diese werden dann möglichst dunkel und kühl gelagert und bei Bedarf geöffnet. Zum Aufkochen des Tees nimmt man dann so 5-7 Blätter auf einen Liter Wasser. Das reicht in den meisten Fällen aus. Damit die Blätter dann nicht im Wasser schwimmen empfiehlt es sich, ein Tee-Ei zu kaufen. Je nachdem wie groß deine Thermoskanne ist oder ob du eh nur in der Tasse deinen Tee brühst solltest du das passende Tee-Ei auswählen. Es gibt schon echt coole Designs, wie zum Beispiel hier: Link zu Amazon.

Du siehst: Kräuter trocknen ist sehr einfach und man kann sie sehr lange lagern. So hat man den ganzen Winter etwas davon.

Um keine weiteren Tipps zu verpassen, melde dich doch gern direkt für unseren Garten-Newsletter an.

* Angaben erforderlich

Wir werden deine Daten auf keinen Fall weitergeben. Sie werden ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Eine nachträgliche Abmeldung ist jederzeit möglich. Der Link dazu befindet sich in dem Newsletter.

Über Dennis

Mein Name ist Dennis, ich bin 38 Jahre alt und wohne zusammen mit meiner Frau Beth Eden und unserem Sohn David in Herten. Das liegt mitten im Ruhrgebiet, weswegen wir uns auch für diesen Namen entschieden haben. Seit Januar 2018 sind meine Frau und ich mit dem "Gartenfieber" infiziert und verbringen jede freie Minute damit, unser Paradies zu erschaffen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.