Knollenziest anbauen

Knollenziest gehört zu unserem liebsten Wintergemüse. Er ist sehr einfach anzubauen und wenn man ein paar Kleinigkeiten beachtet, ist die Ernte auch als lohnenswert zu erachten. Die ursprünglich aus China und Japan stammende Pflanze hat mit unserem heimischen Ziest nicht viel gemein. Aufgrund ihrer Herkunft hat sie jedoch den großen Vorteil, frosthart zu sein. Unserer hat auch den strengsten Winter von 2021 mit bis zu -15 Grad problemlos überirdisch überstanden. Ein komplettes Durchfrieren scheint den Knollen nichts auszumachen.

Die an Raupen erinnernden Knollen werden bis zu 10cm lang und haben einige Knubbel. Ihre Haut ist sehr dünn, sodass man sie zum Glück nicht schälen muss. Das wäre bei den kleinen Knollen auch eine extrem undankbare Arbeit. Also auf jeden Fall die Schale dran lassen! Die dünne Haut führt jedoch auch dazu, dass die Knollen außerhalb der Erde nicht lange lagerfähig sind (ähnlich wie beim Topinambur). Also am besten nur das ernten, was man gerade verbrauchen kann oder die Knollen in feuchtem Sand / Erde, möglichst kalt lagern.

Knollenziest im Kübel

Der Knollenziest wächst bei uns in einem 90 Liter Maurerkübel, da die Pflanze einen enormen Ausbreitungsdrang hat. Würde man ihr keinen Einhalt gebieten, könnte sie sich in kürzester Zeit im gesamten Garten ausbreiten. Das wäre nicht nur störend sondern würde einer Ernte auch ziemliche Probleme bereiten. Pro Knolle wachsen nämlich 5-10 weitere Knollen und diese wiederum erschaffen weitere Knollen. Um dem ganzen Herr zu bleiben, haben wir uns daher für die Kübelhaltung entschieden.

Dies funktioniert problemlos und man muss sich kaum um die Pflanze kümmern. Unser Kübel steht halb-sonnig und wir mussten ihn nur sehr selten gießen. Die Pflanzen sind sehr robust, bilden aber bei Wassermangel natürlich weniger Knollen. Man sollte ihnen also regelmäßig einen Schluck verpassen. Eine Düngung reicht einmal im Frühjahr, bzw. wenn man sie in frische Erde setzt, muss man sie gar nicht düngen.

Sobald die Pflanzen das erste Mal aus der Erde gucken und eine Höhe von 10cm erreicht haben, häufeln wir sie mit Erde auf. Dadurch bilden sich mehr Wurzeln und folglich mehr Knollen.

Knollenziest ernten

Knollenziest ist ein Wintergemüse und kann daher auch im Winter geerntet werden. Sobald die Pflanze oberirdisch zurück gefroren ist, kann man theoretisch mit der Ernte beginnen. Wichtig ist, sie nicht vorher zurückzuschneiden, damit die Pflanze alle Nährstoffe und Energie in die Knollen verlagern kann. Wir selbst ernten den Knollenziest erst im Januar und Februar. Je nach Wetterlage kann es aber dazu kommen, dass er bereits Mitte Februar mit dem Austrieb beginnt. Das stört uns nicht sonderlich und wir schneiden die Triebspitzen einfach ab. Die Knolle kann trotzdem problemlos verzehrt werden.

Eine Ernte ab Dezember – Ende Januar ist auf jeden Fall der “sichere” Weg, um keine austreibenden Knollen zu essen.

Zwei Rezepte für den Knollenziest haben wir in diesem Artikel bereits veröffentlicht. Wirf doch gern mal einen Blick darauf und sag uns, ob es dir zugesagt hat: Wintergemüse ernten

Knollenziest mit Pasta

Die Vermehrung der Pflanze ist ganz einfach durch die Knollen möglich. Einfach die kleinen Knollen im Kübel belassen und schon wachsen dort neue Pflanzen heraus, die ihrerseits wieder neue Knollen bilden. Es ist im Grunde ein “ewiges Gemüse” und wird auch in unserem Artikel genannt.

Wenn du die Pflanze auch in deinem Garten / Balkon anbauen willst, kannst du in der Zeit von Dezember – Februar auf unserer eBay-Kleinanzeigen Seite vorbei schauen und gern einige Knollen erwerben.


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Über Dennis

Mein Name ist Dennis, ich bin 38 Jahre alt und wohne zusammen mit meiner Frau Beth Eden und unserem Sohn David in Herten. Das liegt mitten im Ruhrgebiet, weswegen wir uns auch für diesen Namen entschieden haben. Seit Januar 2018 sind meine Frau und ich mit dem "Gartenfieber" infiziert und verbringen jede freie Minute damit, unser Paradies zu erschaffen.

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