Brot einfach selber backen

Was gibt es besseres, als den Duft von warmen, frischen Brot? Egal ob man diesen von seinen Eltern oder aus der Backstube kennt, er ist einfach etwas ganz Besonderes. Wer es einmal gerochen hat, vergisst es sein Leben lang nicht mehr. Kann man aber Brot einfach selber backen?

Lange war für uns das Brot backen ein Buch mit sieben Siegeln. Wir haben das “Brot” vom Discounter um die Ecke gekauft und fanden es ganz gut. Trotzdem hatte ich fast jedes Mal Magenprobleme nachdem wir es gegessen haben. Es hat eine Weile gedauert, bis ich es aufs Brot zurückgeführt hatte. Verstanden haben wir es jedoch nicht, denn Brot ist doch etwas, was man (mit Gluten Verträglichkeit) gedankenlos essen kann. Als Beth und ich dann aber eine Dokumentation darüber gesehen haben, was die Industrie so alles in die Teige mischt, war die Erklärung schnell gefunden. Enzyme etc. werden dem Brot beim Discounter und fast allen Backshops (Handwerksbäcker sind was anderes!) beigemischt und können zu den Problemen führen, die ich erlebt habe.

Im Rahmen unserer schrittweisen “Selbstversorgung” (mit ganz einfachen Sachen) stießen wir dann auf “Sauerteig“. Diese Methode, Brot zu backen ist schon sehr alt und hat sich bewährt. Er ist deutlich gesünder und bekömmlicher als normales Brot mit Hefe.

Der Entschluss war also ziemlich schnell gefasst, es einfach einmal zu versuchen. So schwierig kann es ja eigentlich nicht sein, ooooder? 🙂

Den Sauerteig haben wir mit 100% Dinkelmehl und Wasser angesetzt und nach dem ersten Fehlschlag (ich hatte die Mengenangaben verhauen) wuchs er wie gewünscht.

Dem Wunsch: Brot einfach selber backen stand also nichts mehr im Weg.

Auf dem Foto siehst du nun eines unserer ersten Brote. Die Enttäuschung war zugegebener Weise recht hoch. Egal was wir taten, das Brot ging einfach nicht auf. Lecker war es, sah aber bei weitem nicht nach einem richtigen Brot aus. Lange haben wir herum experimentiert, bis wir mehr durch Zufall auf den Römertopf (*) gestoßen sind. Soll jetzt keine Werbung für die Marke sein, da auch andere ähnliche Gefäße herstellen.

Hierbei handelt es sich um einen Topf (mit Deckel) aus gebranntem Ton. Der Gegensatz zu den normalen Backformen, die wir zuvor benutzt haben ist, dass er die passende Größe für unsere Menge an Brot hat. Zudem stellt er durch seine speziellen Ton-Eigenschaften ein Milieu her, dass es dem Teig ermöglicht, bestmöglich zu backen.

Es gibt ein paar Besonderheiten, wenn man damit backt. Die wichtigste ist, den Topf niemals in einen vorgeheizten Backofen zu stellen. Der Temperaturunterschied kann ihn zerbrechen. Daher immer in den kalten Backofen stellen. Das erhöht somit automatisch die Backzeit, haben wir festgestellt. Das ist aber nicht weiter schlimm.

Der Teig wird ganz normal anhand unseres Rezepts (befindet sich am Ende des Artikels) zubereitet und anschließend in den bemehlten Römertopf gegeben. Anschließend Deckel drauf und in den kalten Backofen gestellt. Der wird nun auf 230 Grad (mehr schafft unser kleiner Backofen nicht) und für genau eine Stunde mit Deckel gebacken. Anschließend den Deckel wegnehmen und nochmal 15 – 25 Minuten ohne Deckel. Dadurch entsteht eine super Kruste und das Brot löst sich perfekt aus dem Topf (naja, manchmal muss man an den Seiten mit einem flachen Messer nachhelfen :))

Das Ergebnis ist ein super fluffiges Brot, das sich sehr gut schneiden lässt und (im Römertopf gelagert) auch mehrere Tage frisch bleibt.

Sauerteigbrot wird niemals schimmeln

Ein weiterer Vorteil des Sauerteigbrotes ist, dass es euch niemals schimmeln wird. Der Sauerteig erzeugt ein Milieu, in dem es Schimmelpilze nicht aushalten und somit wird euer Brot – sooollte es mehrere Tage ungegessen überstehen – nur trockener / härter aber niemals schimmeln. Sollte es mal hart oder trocken werden, einfach toasten oder leicht anfeuchten und bei 140 Grad 15 Minuten backen. Dann ist es quasi wie neu. Das Prozedere kann unendlich oft wiederholt werden.

Bei uns überlebt das Brot jedoch in der Regel nicht länger als 3 Tage. Dann ist es aufgegessen. 🙂

Brot einfach selber backen – Rezept

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    Über Dennis

    Mein Name ist Dennis, ich bin 37 Jahre alt und wohne zusammen mit meiner Frau Beth Eden in Herten. Das liegt mitten im Ruhrpott, weswegen wir uns auch für diesen Namen entschieden haben. Seit Januar 2018 sind meine Frau und ich mit dem "Gartenfieber" infiziert und verbringen jede freie Minute damit, unser Paradies zu erschaffen.

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