Beete winterfest machen mit Laub

Der Herbst nähert sich seinem Ende und es ist Zeit, die Beete winterfest zu machen. Egal ob man Gemüse, Obst oder Blumen im Garten hat, sie alle freuen sich über einen entsprechenden Schutz. Die Frage ist nur, was brauche ich, damit die Pflanzen den Winter gut überstehen?

Ein großer “Vorteil” von einjährigen Pflanzen, wie Gurken, Tomaten, Bohnen und Inkagurken ist, dass man sich im Winter nicht zum sie kümmern muss. Trotzdem sind die Beete, auf denen sie gestanden haben im Winter ziemlich leer. Hier sollte man als Gärtner aktiv werden, denn ein ungeschützter Boden ist kein gesunder Boden.

Wie mache ich meine Beete aber nun winterfest?

Der beste Schutz ist ein Bewuchs, auch im Winter. Die Wurzeln halten die Erde fest, wenn es regnet und die Blätter beschatten den Boden. Somit schützen sie ihn vor der Austrocknung. Es macht also durchaus Sinn, seinen Anbauplan derart aufzustellen, dass auch im Dezember das Beet komplett vollsteht. Das erfordert jedoch eine sehr genaue Planung und ein regelmäßiges Nachsäen, mit dem wir uns selbst erst nächstes Jahr beschäftigen werden. In diese Jahr haben wir es zum ersten Mal versucht, waren jedoch mit einigen Pflanzen deutlich zu spät dran. Wir haben festgestellt, dass man deutlich früher mit der Wintersaat beginnen sollte und die Pflänzchen am besten solange im Topf sammelt, bis das Beet final frei ist.

Was macht man aber nun, wenn man im Winter nichts mehr pflanzen kann?

Die Natur bietet uns von sich aus eine sehr gute Quelle an Schutzmaterial an. Die Rede ist hier natürlich von Laub. Im Herbst beginnen die Bäume ihre Blätter abzuwerfen. Das regt manche Hausbesitzer ziemlich auf aber wir freuen uns jedes Jahr wie kleine Kinder darauf. Ich habe sogar schon über ebay-Kleinanzeigen nach Laub gesucht, das wir bei uns ausbringen können. Klingt vielleicht verrückt, aber das Laub ist “Gold wert”.

Wir haben in unsere Garten das “Problem”, dass unser Bodenleben sehr aktiv ist. Dieses fördern wir durch die Ausbringung einer ordentlichen Mulchschicht. Das hat in den letzten zwei Jahren so gut funktioniert, dass unser Garten nicht einmal annähernd genug Mulch produziert, um eine dicke Schicht aufzubauen. Die Regenwürmer und anderen Bodenlebewesen setzen die Mulchschicht ruck zuck um und dann ist die Erde quasi wieder nackt. Seit diesem Jahr sammeln schon zwei Nachbarn ihren Rasenschnitt für uns aber auch das reicht einfach nicht.

Von daher sind wir sehr froh, nun an jede Menge Laub kommen zu können. Auf die Weise können wir unsere Beete winterfest machen. Der Vorteil von Laub ist nämlich, dass es den Boden wie eine Mulchschicht schützt. Zeitgleich lieben Regenwürmer das Laub und futtern es über den Winter. Das hat zur Folge, dass der Boden super mit Nährstoffen versorgt wird, denn die Würmerkacke ist bekanntlich noch wertvoller als Gold.

Zeitgleich sorgt das Laub ebenfalls für eine Beschattung des Bodens und bietet Insekten einen Unterschlupf. Auf die Weise können sie den Winter deutlich besser überstehen und im kommenden Jahr unseren Garten mit Leben füllen. Aber auch große “Raubtiere”, wie Igel lieben Laubhaufen. Sie mummeln sich in ihnen ein und machen ihren Winterschlaf in ihnen. Es hat also viele Vorteile, das Laub nicht zu entsorgen, sondern im Garten zu sammeln.

Auch unter die Obstbäume sollte man im Winter Laub legen, damit deren Wurzeln geschützt werden, es feucht bleibt und die Lebewesen im Boden Futter bekommen.

Welches Laub benutze ich dafür?

Der große Vorteil von Laub ist, dass nicht alles Laub identisch ist. Während manches Laub sehr schnell verrottet, braucht anderes deutlich länger dafür. Das hat für uns den Vorteil, dass wir das unterschiedliche Laub zu unterschiedlichen Zwecken einsetzen können.

Blätter der Hainbuche, Linde, Ahorn, Eschen und Obstbäumen (Apfel, Kirsche etc.) eignet sich besonders gut zur schnellen Verrottung. Das sorgt dafür, dass der Boden über den Winter gedüngt wird und Humus aufgebaut werden kann. Auch wenn die Blätter nicht viele Nährstoffe haben, bringt es doch einiges, sie auf die Beete zu bringen.

Blätter der Eiche, Walnuss, Kastanie und Buchen sind hingegen nicht so schnell zu zersetzen. Wir setzen diese hauptsächlich dazu ein, den Boden als Mulch zu bedecken. Wobei wir hier von Walnuss definitiv abraten, da diese viel Gerbsäure enthalten und das Wachstum anderer Pflanzen behindern können. Das will man im Gemüsebeet ja nicht unbedingt haben. Neben der Tatsache, dass die oben genannten Blätter über Gerbsäure verfügen, sind sie zudem noch sehr formstabil. Sie verrotten also sehr langsam. Das ist für unsere Zwecke gut, für euch jedoch vielleicht nicht. Wollt ihr die Verrottung dieser Blätter beschleunigen, empfiehlt es sich, ihre Struktur zu zerstören.

Das geht am einfachsten, indem man mit dem Rasenmäher einmal über sie fährt. Alternativ kann man sie auch von Hand zerschneiden. Auf die Weise können sie leichter von Mikroorganismen zersetzt werden. Trotzdem dauert es länger und man hat eine gute Mulchschicht, die in etwa bis zum Frühling reicht.

Man kann seine Beete also am besten winterfest machen, indem man jede Menge Laub ausbringt. In einem weiteren Artikel werden wir dir noch zeigen, wie man aus Laub einen guten Kompost herstellen kann. Es lohnt sich also, regelmäßig auf die Seite zu kommen oder sich direkt für den Newsletter anzumelden. Auf die Weise verpasst du keine Neuigkeiten mehr.

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Über Dennis

Mein Name ist Dennis, ich bin 37 Jahre alt und wohne zusammen mit meiner Frau Beth Eden in Herten. Das liegt mitten im Ruhrpott, weswegen wir uns auch für diesen Namen entschieden haben. Seit Januar 2018 sind meine Frau und ich mit dem "Gartenfieber" infiziert und verbringen jede freie Minute damit, unser Paradies zu erschaffen.

2 Kommentare

  1. Ergänzung

    Aus einer Facebookgruppe kam der Hinweis, dass die von uns beschriebene Methode ein perfekter Platz für Wühlmäuse wäre. Diese würden dann die Bäume beschädigen und Blumenzwiebeln fressen.

    Solltest du also Probleme mit den kleinen Nagern haben, eventuell vorher gucken, ob eine entsprechende Laubausbringung wirklich Probleme mit sich bringt.

  2. Pingback:Himbeeren schneiden - aber richtig - Garten im Ruhrpott

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